Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 06/18/2007

Ordnungsbehörde, Jugendamt und Polizei kontrollierten Kneipen
 
 
 
Aktion Jugendschutz: „Schwarze Schafe“
müssen mit Konsequenzen rechnen

Die Vorschriften des Jugendschutzgesetzes (siehe unten) werden in Meerbuscher Kneipen und Gaststätten offenbar beherzigt und umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Kontrollaktion, die Jugendamt und Ordnungsbehörde der Stadt am Wochenende gemeinsam mit der Meerbuscher Polizei gestartet haben. In der Nacht von Samstag auf Sonntag besuchten die Kontrolleure alle heimischen Lokale, die als Treffpunkte Jugendlicher gelten. „In keinem einzigen haben wir nach 24 Uhr Minderjährige unter 18 Jahre angetroffen“, zieht Arnd Römmler vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt positiv Bilanz.

Das Ergebnis der Aktion, die im Rahmen der Ordnungspartnerschaft von Stadt und Polizei unter anderem auf die „Alcopop“-Kampagne „Keinen Alkohol an Kinder und Jugendliche“ aufbaut, liegt im Trend der vergangenen Kontrollgänge. Offenbar halten sich sowohl die Meerbuscher Jugendlichen als auch die Wirte an die einschlägigen Vorschriften – und sie tun gut daran. „Minderjährige, die wir nach 24 Uhr ohne Begleitung Erziehungsbeauftragter in Gaststätten antreffen, werden auf die Polizeiwache gebracht und können dort von ihren Eltern abgeholt werden“, erklärt Arnd Römmler das übliche Vorgehen bei Verstoß gegen das Jugendschutzgesetz. Das Jugendamt bietet den Eltern in Problemfällen zudem Beratung und Unterstützung an. Auch Wirte, die den Aufenthalt von unter 18-Jährigen nach 24 Uhr in ihrem Lokal zulassen, müssen mit Konsequenzen rechnen: Ihnen droht ein Bußgeld von mindestens 200 Euro – und dies pro minderjährigem Gast. Im Prinzip aber setzen Stadt und Polizei auf Einsicht aller Beteiligten - dann seien auch keine Sanktionen nötig.

Im zweiten Teil der Aktion wurden am späten Samstagabend Meerbuscher Kinderspielplätze kontrolliert, die sich zu inoffiziellen Jugendtreffpunkten entwickelt haben. „Leider kommt es hier nicht selten zu Ruhestörungen und Sachbeschädigungen“, sagt Römmler. Diesmal stießen die Beamten kurz nach 23 Uhr lediglich auf dem versteckt liegenden Spielplatz an der Karl-Arnold-Straße in Büderich auf eine größere Gruppe ungebetener Gäste. Probleme gab es bei der Kontrolle nicht. Die Jugendlichen wurden nach Hause geschickt und folgten allen Anweisungen.

Die Kontrollen werden im Stadtgebiet stichprobenartig fortgesetzt - Stadt und Polizei sehen darin die wirksamste Methode, jugendgefährdende Entwicklungen zu unterbinden. Arnd Römmler bringt die Devise auf den Punkt: „Wir passen gut auf, und man muss mit uns rechnen.“



Jugendschutzgesetz: Jugendschutz in der Öffentlichkeit - § 4 Gaststätten

1) Der Aufenthalt in Gaststätten darf Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren nur gestattet werden, wenn eine personensorgeberechtigte oder erziehungsbeauftragte Person sie begleitet oder wenn sie in der Zeit zwischen 5 Uhr und 23 Uhr eine Mahlzeit oder ein Getränk einnehmen. Jugendlichen ab 16 Jahren darf der Aufenthalt in Gaststätten ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person in der Zeit von 24 Uhr und 5 Uhr morgens nicht gestattet werden.