Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 06/29/2003

12. Niederrheinischer Radwandertag: So verlaufen die Routen
 
 
 
Strampeln und genießen für drei Stempel:
Meerbusch zeigt sich von schönster Seite

“Näh, wat is dat hier schön. Dat haben wir ja gar nicht gewusst.” Das Entzücken der älteren Dame, die mit Ihrem Mann aus dem Neusser Süden nach Meerbusch geradelt war, ist typisch. Man lernt halt viel Neues kennen beim Niederheinischen Radwandertag. Seit zwei Jahren ist die Stadt Meerbusch wieder mittendrin, wenn rund 25.000 Menschen zwischen Rhein und Maas in die Pedale treten. Termin ist diesmal bekanntlich der 6. Juli.

Rund 1.500 Radler passierten im vergangenen Jahr die Stempelstation am Rheindeich in Langst-Kierst, nahmen Info-Material über die Stadt mit, kauften sich ein Meerbusch-Souvenir oder stärkten sich im eigens aufgebauten Biergarten. “Für uns ist dieser Tag ein gutes Stück aktives Stadtmarketing”, so Stadtpressesprecher Michael Gorgs. “Wir machen Meerbusch in der Region bekannt, fördern den Tagestourismus und damit auch unsere Gastronomie.”

Inzwischen sind auch die beiden Radwanderrouten 23 und 31, die Meerbusch mit den Nachbarkommunen verbinden, im Detail abgestimmt und genehmigt. “Das ist nicht immer ganz einfach. Mal haben Bauarbeiter irgendwo Schotter auf den Radweg gekippt, mal liegt plötzlich Sand in einer Kurve”, so Gorgs. “Doch bis zum Start ist immer alles tip top.”

Die Meerbuscher und die Krefelder Ortsgruppe des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC), die die Wege auch mit Pfeilen und Hinweisen markieren, haben einmal mehr sehr reizvolle Streckenführungen ausgearbeitet. Vom Alten Marktplatz in Lank führt die Route 23 in Richtung Norden nach Krefeld-Linn. Auf dem Andreas-Markt nahe der Burg bekommen die Teilnehmer den ersten Stempel in ihren Radwanderpass. Durch schöne Landschaft geht’s von hier aus über Bösinghoven und die Weilerhöfe nach Willich. In Willich ist es zudem möglich, auf die Route 30 Richtung Korschenbroich zu wechseln. Wer Heimweh nach Meerbusch hat, folgt der Strecke 23 zurück nach Lank. Hier gibt es dann nach rund 38 Kilometern den ersehnten Stempel Nummer drei, der zur Teilnahme an einer Tombola berechtigt.

Radler, die vom Startpunkt Lank-Latum aus lieber zuerst die Rheinauen genießen wollen, können die immerhin 59 Kilometer lange Route 31 nutzen. Sie führt nach Langst-Kierst und von dort über den Deich nach Büderich. Über den Wallfahrtsort Niederdonk geht’s dann nach Neuss, wo an der Stadthalle die nächste Stempelstation auf Kundschaft wartet. Zweiter Zielpunkt ist das Radsportzentrum Kaarst-Büttgen. Von hier aus geht die Tour dann über Kaarst und die Broicher Seite in den Meerbuscher Norden zurück.

Im Rathaus wird derweil schon akribisch eine Pistole geölt. Schließlich soll es keine Ladehemmung geben, wenn Bürgermeister Dieter Spindler um 10 Uhr den Startschuss gibt.