Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/17/2003

Informationsabend von Umweltförderverein und Stadtverwaltung
 
 
 
Trotz brütender Hitze: Energiesparend
Heizen ist auch mitten im Juli ein Thema

Ausgerechnet einen der heißesten Tage des Jahres hatten sich der Umwelt-Förderverein Meerbusch und die Umweltfachleute der Stadtverwaltung ausgesucht, um interessierte Bürger, Hauseigentümer und Fachhandwerker über Energiesparen am Gebäude zu informieren. Das Schwerpunktthema: Heizungstechnik. Ganz abwegig aber war die Terminwahl trotz der Hitze aber offenbar doch nicht: “Wer seine alte Heizung austauschen und gegen moderne Technik ersetzen will, tut das im Sommer”, sagt Rudolf Hahne, Vorsitzender des Umwelt-Fördervereins. Tatsächlich stieß der Abend in der Teloy-Mühle auf reges Interesse.

Ein Referent der Energieagentur NRW machte die Zuhörer mit der Energieeinsparverordnung vertraut, gab Hinweise zu den aktuellen Vorschriften bei Altbausanierungen und stellte die kostengünstigen Energie- und Solarchecks vor. Diese Checks, die eigens ausgebildete Handwerksmeister zum Preis von 25 Euro anbieten, geben erste Anhaltspunkte über Schwachstellen oder sinnvolle Energieeinsparmöglichkeiten am Haus. Annegret Friedrichs, Schulungsleiterin bei einem Heizungshersteller, gab eine Einführung in die technischen Grundlagen moderner Heiztechnik und erläuterte die Funktion und Wirkungsweise von Brennwertgeräten. Heinz-Wilfried Weuthen, Vertreter der Volksbank Meerbusch, erklärte die Finanzierungsmöglichkeiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau, deren zinsgünstige Kredite bei allen Banken und Sparkasse beantragt werden können.

Rudolf Hahne und der Technische Beigeordnete Michael Nowack waren anschließend zufrieden. “Die Energieeinsparverordnung wird auch in Zukunft ein spannendes Thema bleiben, da sie nicht nur für Neu-, sondern auch für Altbauten Bestimmungen enthält”, erläuterte Nowack. So fordere der Gesetzgeber zum Beispiel, dass veraltete Heizungsanlagen in Mehrfamilienhäusern bis Ende 2006 außer Betrieb genommen werden müssen.

Um dem Informationsbedarf nachzukommen, ist bereits eine Folgeveranstaltung geplant, für die Robert Kohtes von der Büdericher Elsa Haustechnik spontan seine Mitwirkung zusagte. “Wir werden das Thema im Herbst vertiefen”, versprach Rudolf Hahne.

Wer vorher bereits Informationen benötigt – ein Anruf beim Umwelttelefon der Stadtverwaltung (916 191) genügt.