Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/27/2004

Investitionen ins Entwässerungssystem der Stadt gehen weiter
 
 
 
Neues Pumpwerk unter dem Kapittelsbusch
soll Abwasser der Böhlersiedlung bewältigen

Man sieht sie nur in der Bauphase, aber sie nutzen allen: Auch in diesem Jahr verschwindet wieder ein Großteil der städtischen Investitionen unter die Erde. Der Grund: Die Modernisierung das Kanal- und Entwässerungssystems erfordert große Anstrengungen. Die anfallenden Abwasser- und Niederschlagsmengen, aber auch die behördlichen Auflagen sind gestiegen. Deshalb muss an unterschiedlichen Stellen im Stadtgebiet gearbeitet werden, um die modernen Standards zu erfüllen.

Im Bereich der Böhler-Siedlung in Büderich begannen jetzt die Bauarbeiten zur Erneuerung der Abwasserpumpstation Am Kapittelsbusch. Rund 600.000 Euro kostet das Vorhaben, das bis Mitte 2005 verwirklicht sein soll. Die Besonderheit: Während das Pumpwerk ins Erdreich eingesetzt wird, lässt das Technische Derzenat der Stadt erstmals Schwingungsmessungen in den umliegenden Häusern durchführen, um Gebäudeschäden vorzubeugen.

Die Pumpstation, die das Abwasser aus dem Wohngebiet zwischen Neusser Straße, Laacher Weg und Römerstraße weiterbefördern wird, entsteht unterirdisch im Wendehammer des Kapittelsbuschs. Um die anfallenden Abwassermengen bewältigen zu können, werden zwei sogenannte Trockenwetter- und drei Regenwetterpumpen installiert. Durch zwei Druckleitungen aus Kunststoff wird das Wasser dann zur Römerstraße befördert. Die Zuleitung zur Pumpstation wird zum Teil erneuert. Dazu werden die Tiefbauer etwa 20 Meter Kanal vom Spielplatz bis zur Pumpstation neu verlegen. Die Elektro- und Steuerungstechnik des Pumpwerks ist in einem oberirdischen Gebäude untergebracht. Wenn alles fertig ist, wird die alte Pumpstation demontiert und abgebrochen.

Die Arbeiten am Zulaufkanal und am Spielplatz beginnen erst nach den Sommerferien. “Wir werden die Baustelle möglichst sicher absperren. Dennoch sollten die Eltern gerade im Bereich des Spielplatzes gut auf ihre Kinder achten”, so Matthias Unzeitig, zuständiger Ingenieur im Fachbereich Straßen und Kanäle. Die Stadtverwaltung und das beauftragte Tiefbauunternehmen bemühen sich, die Beeinträchtigungen und Behinderungen für Anwohner und Straßenverkehr möglichst gering zu halten.