Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/06/2007

Elektronischer Pass soll weltweit für mehr Sicherheit sorgen
 
 
 
Erste Erfahrungen in den Bürgerbüros gut:
Keine Probleme mit dem Finger auf dem Scanner

Durchweg gute Erfahrungen haben die Mitarbeiterinnen in den drei Bürgerbüros der Stadtverewaltung mit der Einführung des neuen elektronischen Reisepasses, kurz ePass, gemacht. "Die Menschen sind neugierig und wollen wissen, wie alles funktioniert", so Jaqueline Teichmann, die im Bürgerbüro am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich arbeitet. Skepsis oder datenschutzrechtliche Bedenken gebe es bei den Bürgern keine. "Alle sicherheitstechnischen Fragen sind im Vorfeld ausführlich behandelt worden", erklärt Stadtpressesprecher Michael Gorgs. Jetzt bleibe nur noch abzuwarten,ob auch die Auslieferung der neuen Pässe aus der Bundesdruckerei in Berlin reibungslos laufe.

Und hier alle Hintergrund-Informationen über den seit 1. November eingeführten ePass:

Warum wurden elektronische Pässe eingeführt?

Um die Identitätsüberprüfung von Reisenden deutlich zu verbessern! Terroristen und Kriminellen soll es nicht gelingen, mit gefälschten Reisedokumenten oder den echten Papieren einer Person, der sie besonders ähnlich sehen, einzureisen. Der Chip im ePass ist eine zusätzliche Hürde für Fälscher. Die biometrischen Merkmale im Chip können zukünftig maschinell geprüft werden. Damit ist eindeutig feststellbar, ob Pass und Person wirklich zusammengehören. Biometrische Verfahren werden inzwischen von zahlreichen Ländern weltweit für Sicherheitszwecke eingesetzt. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich nach den Anschlägen des 11. September 2001 auf die Einführung der Biometrie bei Pässen, Visa und Aufenthaltstiteln verständigt.

In Deutschland wurde der ePass im November 2005 eingeführt. Im ePass der ersten Generation ist als biometrisches Merkmal das Passfoto im Chip gespeichert. Ab 1. November 2007 werden in elektronischen Pässen der zweiten Generation zusätzlich zwei Fingerabdrücke gespeichert.


Woran ist ein ePass erkennbar?

Das Symbol auf dem Umschlag des elektronischen Passes steht für den ePass.
Der ePass-Chip befindet sich in der Passdecke und ist mit bloßem Auge nicht erkennbar.

Welche Daten sind im ePass gespeichert?

Im ePass-Chip sind personen- und dokumentenbezogene Daten gespeichert:
    • zur Person: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit;
    • zum Dokument: Seriennummer, ausstellender Staat, Dokumententyp und Gültigkeitsdatum.

Außerdem sind im ePass sogenannte biometrische Daten gespeichert:
    • im ePass der ersten Generation (Antragsdatum bis 31. Oktober 2007) das Passfoto;
    • im ePass der zweiten Generation (Antragsdatum ab 1. November 2007) das Foto und zwei Fingerabdrücke. 

Was kostet der ePass?

Aufgrund des technischen Aufwandes für Sicherheit und Datenschutz musste die Gebühr für die Ausstellung eines Passes im November 2005 angehoben werden. Im Einzelnen entstehen beim ePass Kosten für
    • das Passbuch,
    • den Speicherchip,
    • die Erfassung der biometrischen Daten und
    • ihre Aufnahme in den Pass.

Mit der Einführung der Fingerabdrücke im ePass werden die Gebühren nicht angehoben: Ein zehn Jahre gültiger ePass kostet in Deutschland weiterhin 59 Euro. Für einen sechs Jahre gültigen ePass, der für Personen unter 24 Jahren ausgestellt wird, beträgt die Gebühr 37,50 Euro. Damit liegt der deutsche ePass beim internationalen Preisvergleich im unteren Drittel.