Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 07/07/2008

Feuerwehr Meerbusch legt Bilanz des ersten Halbjahres 2008 vor
 
 
 
242 mal ausgerückt: Technische
Hilfeleistungen wieder besonders gefragt

Die Feuerwehr Meerbusch kann sich über mangelende Nachfrage in den ersten sechs Monaten des Jahres nicht beklagen. Dies spiegelt sich vor allem in der Halbjahresstatistik der Einsätze wieder. 242 Mal rückten die Kräfte der Feuerwehr bis Juli aus. Diese Zahl ist zwar nicht direkt mit den ersten sechs Monaten des letzten Jahres (382) vergleichbar, allerdings ist Meerbusch in diesem Jahr zum Glück von einer größeren Einsatzserie wie nach dem Orkan „Kyrill“ verschont geblieben. Im Vergleich zu den Vorjahren ist aber eine zahlenmäßige Steigerung in der Statistik zu verzeichnen.



Fast 200 Einsatzstunden verteilen sich ungleichmäßig auf die drei Schwerpunkte. Nur in 16 Prozent der Fälle wurde die Feuerwehr zu reinen Brandeinsätzen gerufen. Am häufigsten rückten die freiwilligen Kräfte zu Technische Hilfe-Einsätzen (64%) aus. In 20% der Fälle brauchte die Feuerwehr nicht eingreifen und verzeichnete einen Fehlalarm. Alles in allem spiegeln die Zahlen einen allgemeinen Trend wieder. Das Aufgabengebiet der Feuerwehr wird immer breiter und verlagert sich deutlich zu den Einsätzen der Technischen Hilfeleistung. Jeder der 242 Einsätze dauerte im Durchschnitt 47 Minuten und erforderte im Schnitt 12 Einsatzkräfte. Die meiste Arbeit hatten die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache. Sie mussten bisher 104 Mal ausrücken. Die beiden Löschzüge aus Osterath und Büderich wurden 68, bzw. 56 Mal alarmiert, der Löschzug Lank-Latum hatte 55 Einsätze, der Löschzug Strümp 27, die Löschgruppe Ossum-Bösinghoven 11, die Löschgruppe Nierst 9 und die Löschgruppe Langst-Kierst 10 Einsätze. Der Sonntag war der einsatzreichste Tag (64), gefolgt vom Donnerstag (41). Am ruhigsten verliefen die Mittwoche mit „nur“ 20 Alarmierungen im ersten Halbjahr 2008.


Brandeinsätze: Ärgernis Container

Mit rund einem Drittel bilden die brennenden Altpapiercontainer einen fragwürdigen Spitzenreiter in der Rubrik der 37 Brandeinsätze insgesamt. Zwölf Mal musste die Feuerwehr anrücken, um den brennenden Inhalt der Container zu löschen. Besonders ärgerlich für die Freiwilligen, weil die Einsätze überwiegend nachts auftreten und selten auf eine Selbstentzündung oder einen Unglücksfall zurück zu führen sind. Zu einem echten Großbrand brauchten die Meerbuscher Frauen und Männer in diesem Jahr noch nicht ausrücken. Einige Wohnungs- und PKW-Brände sowie der Brand im Mataré-Gymnasium in Büderich brachten die Brandschützer schnell in den Griff.


Technische Hilfeleistungen: Herausforderung Unwetter

Bei insgesamt 60 Unwettereinsätzen pumpte die Feuerwehr Keller und Straßen leer und zersägte umgestürzte oder bedrohte Bäume. Einer der längsten Einsätze war der Wassereinsatz im A44 Betriebsgebäude Mitte Mai. Hier musste die Feuerwehr über Stunden hinweg Wassermassen aus dem dritten Untergeschoss ins Freie pumpen. 25 Mal wurden sie gerufen weil Ölspuren den Verkehr auf Meerbuschs Straßen gefährdeten. In Folge von Verkehrsunfällen rückten die Einsatzkräfte 20 Mal aus, beseitigten die ausgelaufenen Betriebsmittel und sicherten die Unfallstelle ab. 26 Menschen und 13 Tiere mussten aus Notlagen befreit werden. 13 Mal konnten die Rettungskräfte verschlossene Türen zu verunglückten Personen öffnen, sechs Mal Menschen aus Aufzügen befreien und wurden an verschiedenen Stellen weitere sechs Mal tätig, um Mitbürger aus sonstigen Gefahren zu retten.


Fehlalarme: Frust durch falsche Meldungen

Das umfangreiche Aufgabengebiet der Feuerwehr stieß aber auch in den letzten sechs Monaten immer wieder an seine Grenzen. In 50 Fällen wurden die Meerbuscher Hilfskräfte zwar gerufen, brauchten oder konnten aber nicht tätig werden, da sich die angenommene Notsituation beim Eintreffen der Feuerwehr doch anders darstellte.