Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 10/21/2005

Luftbilder-Schau "Mit den Augen des Ikarus" fasziniert das Publikum
 
 
 
Über 700 Besucher in der Alten Seilerei:
Nächste Station ist Lank-Latum

“Das war wirklich eine tolle Sache hier. Wir sind hochzufrieden”, sagt Stadtarchivar Michael Regenbrecht und wuchtet die letzten Stellwände in den Lieferwagen. Durchatmen. Zehn Tage nach der Eröffnung in Osterath wandert die Ausstellung “Mit den Augen des Ikarus” nun weiter nach Lank-Latum.

Die Bilanz der ersten Station kann sich sehen lassen: Über 700 Besucher haben die rund 350 Luftbilder aller Meerbuscher Stadtteile - aufgenommen zwischen den Jahren 1913 und 2004 – in der Alten Seilerei schon gesehen. Das Catering-Unternehmen Broich, dass neben dem Böhler-Kesselhaus in Büderich inzwischen auch die Veranstaltungshalle 9 (ehemals Fluxushalle) auf dem Stoessel-Gelände mit viel Erfolg bewirtschaftet, hatte die “Ikarus-Schau” kurzfristig in eine Herbstferienlücke im Terminkalender einbauen können. “Die Zusammenarbeit war gut, das Interesse der Öffentlichkeit wie erhofft groß. Viele neue Leute., die die Halle noch nicht kannten, haben zu uns gefunden”, freut sich Lars Wessels, Broich-Projektleiter für die Alte Seilerei.

Die gute Resonanz war offenbar auch ein Lohn für akribische Fleißarbeit im Vorfeld. Gemeinsam mit Planern sowie Kartografie- und Denkmalschutz-Fachleuten des Technischen Dezernates hatte Michael Regenbrecht über Monate tausende Luftbilder aller Art gesichtet, sortiert und reproduzieren lassen. Die Ausbeute wurde auf rund 60 großen Bildtafeln chronologisch angeordnet. Auf diese Weise dokumentiert die Schau auch eindrucksvoll die städtebauliche Entwicklung und die Teils gravierende Veränderung des heutigen Meerbusch vom Anfang des vergangenen Jahrhunderts bis heute. Die älteste erhaltene Aufnahme, die Schloss und Gutshof von Haus Meer zeigt, wurde übrigens im Jahr 1913 aus einem Zeppelin geschossen. Interessant erscheinen auch die Bauphasen der neuen A44-Rheinquerung aus der Vogelperspektive oder auch die aus der Luft gut sichtbaren Schritte der Ortskernsanierungen in Lank und Osterath.

“Jetzt hoffe ich, dass wir in Lank ähnlich erfolgreich sind”, so Michael Regenbrecht. Ab 31. Oktober wird die Ausstellung drei Wochen lang im Technischen Dezernat der Stadtverwaltung an der Wittenberger Straße 21 zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. Danach wechseln die Luftbilder zur letzten Station nach Büderich. Der Ausstellungsort dort steht noch nicht fest.