Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 11/07/2003

Gebührenkalkulation für 2004 wird jetzt der Politik vorgelegt
 
 
 
Geringfügiger Anstieg bei Abwasser und Straßen - Abfallentsorgung wird günstiger

Die Meerbuscher Gebührenzahler müssen für die Entsorgung ihres Abwassers und für die Straßenreinigung ab Januar voraussichtlich geringfügig mehr zahlen. “Die Steigerungen fallen aber sehr moderat aus”, so der Technische Beigeordnete Michael Nowack. Die Abfallgebühren hingegen sollen 2004 durchweg sinken. Ein Musterhaushalt mit zwei Kindern und einer 120-Liter-Abfalltonne könnte demnach nächstes Jahr etwa fünf Euro sparen. Am 25. November wird der Ausschuss für Straßen, Kanäle und Grün das neue Zahlenwerk beraten, abschließend entscheidet dann der Rat.

Noch vor Jahresfrist hatten die Kalkulatoren mit überraschend guten Nachrichten aufwarten können. Die Gebühren für Straßenreinigung sanken 2003 deutlich, für die Abfallentsorgung blieben sie konstant. Lediglich fürs Abwasser waren 2,5 Prozent mehr fällig. Jetzt erreichen die Gebühren in etwa wieder das Niveau von 2002. Für die Abwasserentsorgung werden demnach zwei Cent pro Kubikmeter mehr fällig. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 0,7 Prozent. Der Grund: Die umlagefähigen Kosten sind moderat um 1,5 Prozent gestiegen, die kalkulierte Abwassermenge um 0,5 Prozent. Einem vierköpfigen Musterhaushalt, der gemäß dem Durchschnitt im Jahr rund 200 Kubikmeter Abwasser produziert, beschert die Gebührenerhöhung damit eine Mehrbelastung von vier Euro im Jahr.

Zum Vergleich: Der Verbraucherpreisindex in Nordrhein-Westfalen ist nach Angaben des Landesamtes für Statistik in den vergangenen zehn Monaten um 1,2 Prozent gestiegen. Gerade vor diesem Hintergrund seien die Erhöhungen im Abwasser- und Straßenreinigungsbereich durchaus maßvoll, so Christian Volmerich, Gebühren-kalkulator im Fachbereich Straßen und Kanäle

Die Straßenreinigungsgebühren steigen – vorausgesetzt der Stadtrat stimmt zu – in Anliegerstraßen um 22 Cent auf 1,14 Euro pro Meter Grundstücksfront. An innerörtlichen Straßen waren bisher 2,91 Euro pro Meter zu zahlen, ab 2004 sind es 3,15 Euro. An überörtlichen Straßen und in Fußgängerzonen sind 26 Cent mehr fällig. Auch hier verdeutlicht das Beispiel eines Musterhaushaltes an einer Anliegerstraße mit 15 Meter Straßenfront die Relationen: Hier stehen 3,30 Euro mehr auf der Rechnung als im letzten Jahr, damit die Straße sauber bleibt.

“Gebührensprünge von einem Jahr zum anderen sind nicht schön, aber unvermeidbar”, erklärt Volmerich. Sogenannte “Überdeckungen” – zum Beispiel, wenn Entsorgungskosten oder Abwassermengen geringer ausfallen als kalkuliert - müssten zeitnah an den Gebührenzahler weitergegeben werden. So war auch die Gebührensenkung im Vorjahr zu Stande gekommen. Insgesamt gestalte sich die Gebührenentwicklung in Meerbusch dennoch weitgehend ausgeglichen und ruhig.