Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 09/30/2003

A44-Tunnel: Erster Test der Sicherheitsanlagen ergab etliche Pannen
 
 
 
Spindler macht Druck bei Straßen NRW:
“Wir wollen endlich Klarheit!”

Mit niederschmetterndem Ergebnis ist am späten Montagabend eine erste Funktionsprüfung der gerade installierten Sicherungsanlagen an den A44-Tunneln in Strümp und in der Rheinschlinge zu Ende gegangen. “Die Brandmeldeanlage funktionierte nicht und der Alarm wurde auch nicht an die Kreisleitstelle weitergeleitet. Deshalb wurde auch die Videoanlage in der Feuerwache Meerbusch nicht aktiviert”, so Heiko Bechert, Fachbereichsleiter für Sicherheit und Ordnung in der Stadtverwaltung. Bechert hatte die Tests gemeinsam mit Stadtbrandmeister Heinz Berrisch vor Ort beobachtet.

Fehlanzeige auch bei den Signalanlagen und Wechselverkehrszeichen vor dem Tunnel in Strümp. In Fahrtrichtung Düsseldorf versagte die Elektronik, die Schranke, die bei einem Unfall im Tunnel eigentlich den Verkehr stoppen soll, konnte erst per Knopfdruck im Betriebsgebäude an der Autobahn geschlossen werden.

“Diese Mängel bestätigen unsere ärgsten Befürchtungen”, erklärte Bürgermeister Dieter Spindler. Verwaltung, Stadtrat und Meerbuscher Feuerwehr hatten seit Juli 2000 unter anderem mit einer Resolution mehr Sicherheitsvorkehrungen für die Tunnel eingefordert. Schließlich wurden die Meerbuscher Forderungen anerkannt, aber die Installation der Technik verzögerte sich immer wieder. Auf Nachfragen folgten Vertröstungen.

Bürgermeister Dieter Spindler ist nun mit seiner Geduld am Ende. Er forderte heute (Dienstag, 30. September) beim Landesbetrieb Straßenbau mit allem Nachdruck eine definitive Aussage darüber ein, wie der Landesbetrieb Straßenbau vor dem Beginn der verkehrsreichsten Monate November und Dezember die Sicherheit in den Tunneln herzustellen gedenkt. “Es geht um die Sicherheit unserer Bevölkerung, der Autofahrer und der Rettungskräfte”, erklärte Spindler. “Der jetzige Zustand ist nicht länger hinnehmbar. Es muss etwas geschehen – und zwar sofort.”

Schützend stellt sich Spindler auch vor die Meerbuscher Feuerwehr. “Wegen der funktionsuntüchtigen Sicherheitstechnik hatten unsere Männer bislang keine Chance, in den Tunneln auch nur ein einziges Mal realistisch zu üben.” Ein Einsatz unter den derzeitigen Bedingungen sei für die Wehr ein kaum zumutbares Abenteuer.