Artikel aus den Rathaus-Nachrichten......
Artikel vom: 01/29/2004

Schnee rieselte auf Eis: Die weiße Pracht hatte ihre Tücken - aber:
 
 
 
Männer des städtischen Bauhofes
ließen sich vom ersten Wintereinbruch nicht überraschen

Ohne Probleme haben die Männer des städtischen Bauhofes den ersten ernst zu nehmenden Schneefall des Jahres 2004 in den Griff bekommen. Als mancher vom Winter entwöhnte Meerbuscher am frühen Donnerstag Morgen noch verschlafen in die weiße Pracht vor seiner Haustür blinzelte, war die Mannschaft von Bauhofleiter Klaus Petrat bereits seit Stunden im Einsatz.

Kurz vor vier Uhr war am Donnerstag Morgen bei Bereitschaftsleiter Gerd Hamm die neueste Schneewarnung des Wetteramtes Essen eingegangen. Schon am Mittwochabend war die Bauhoftruppe mit drei Fahrzeugen die erste, kleinere Schneerunde gefahren. Die Meldung der Meteorologen setzt im Fachbereich Straßen und Kanäle einen gut eingespielten Mechanismus in Gang: Gerd Hamm alarmiert die Kollegen der Bereitschaft, und los geht’s. Kaum ist die Telefonkette durch, rollen die ersten Einsatzfahrzeuge durchs Bauhoftor in ihre Reviere. Die Aufgaben sind exakt zugeteilt: Die drei großen Streuwagen aus der Kolonne der Stadt kümmern sich zunächst um die Hauptverkehrs- und Erschließungsstraßen, die Kehrmaschine des Bauhofes fegt und streut die Radwege in Büderich. Die Fußkolonne des Bauhofes schwärmt mit vier Wagen aus, um Plätze und Gehwege vor öffentlichen Gebäuden zu streuen. Diesmal wurden obendrein Kollegen des Fachbereichs Grünflächen mit ihren Fahrzeugen hinzugezogen. Zwei im Aufrag der Stadt arbeitende Meerbuscher Landwirte räumen mit ihren Traktoren die Radwege im übrigen Stadtgebiet. Die Bundes- und Landesstraßen werden vom Landesbetrieb Straßen NRW bearbeitet.

Insgesamt 31 städtische Mitarbeiter waren pausenlos im Einsatz. Bis in die Nachmittagsstunden hinein nahmen sich die Männer in Orange schließlich auch die weniger befahrenen Meerbuscher Nebenstraßen vor. Gegen 15.30 Uhr kehrten die letzten Fahrzeuge zurück. Botschaft: Alles im Griff. “Die Lage war durchaus tückisch, weil der Schnee nach dem nächtlichen Frost auf eine Eisschicht gefallen war”, so Klaus Petrat. “Deshalb sind wir ganz auf Nummer gegangen.”

Dennoch wird beim Verteilen von Salz und Granulat behutsam vorgegangen. Elektronisch gesteuerte Streuvorrichtungen an den Lkw sorgen für die richtige Dosierung von fünf bis 25 Milligramm pro Quadratmeter Straße - Technik, die sich auszahlt. Denn Streusalz ist nicht nur eine scharfe Kost für die Straßenbäume, sondern obendrein teuer.